Skrill Sportwetten Steuer: Wird die 5,3 %-Wettsteuer über Skrill erhoben?

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Die Steuer, die bei jeder Wette mitläuft
Ein Neukunde stellte mir kürzlich eine Frage, die ich in ähnlicher Form Dutzende Male gehört habe: Zahle ich mehr Steuer, wenn ich per Skrill einzahle? Die Frage ist verständlich — wer Gebühren auf die Zahlungsmethode zahlt, vermutet logischerweise auch bei der Steuer einen Zusammenhang. Aber die Antwort ist klar: Nein. Die Wettsteuer hat mit der Zahlungsmethode nichts zu tun. Sie hat allerdings mit deinem Gewinn sehr viel zu tun, und deshalb lohnt sich ein genauer Blick.
Die Sportwettsteuer in Deutschland beträgt 5,3 % auf jeden Wetteinsatz und wird an die Bundesländer abgeführt. Diese Steuer existiert seit 2012 in dieser Form und wurde durch das Rennwett- und Lotteriegesetz eingeführt. Sie betrifft jeden legalen Wetteinsatz bei einem deutschen lizenzierten Anbieter — unabhängig davon, ob du per Skrill, Banküberweisung, Kreditkarte oder Sofortüberweisung einzahlst. In diesem Artikel erkläre ich, wie die Steuer funktioniert, warum sie dein Wettverhalten beeinflusst und welche Strategien der Buchmacher es gibt.
Wie die 5,3 % Wettsteuer berechnet werden
Die Wettsteuer wird nicht auf deinen Gewinn berechnet, sondern auf deinen Einsatz. Das ist ein fundamentaler Unterschied, den viele Wetter nicht verstehen — und der ihre Strategie beeinflusst.
Rechenbeispiel: Du platzierst eine Wette über 100 Euro mit einer Quote von 2,00. Die Wettsteuer beträgt 5,3 % von 100 Euro = 5,30 Euro. Wenn du gewinnst, bekommst du 200 Euro ausgezahlt — abzüglich der Steuer. Je nachdem, wie dein Buchmacher die Steuer handhabt, erhältst du entweder 194,70 Euro (Steuer wird vom Gewinn abgezogen) oder 200 Euro (Buchmacher übernimmt die Steuer).
Wenn du verlierst, ist die Steuer trotzdem fällig. Sie wird auf den Einsatz erhoben, nicht auf das Ergebnis. Bei einer verlorenen 100-Euro-Wette hast du also nicht 100 Euro verloren, sondern 100 Euro plus die Steuerwirkung — je nach Abrechnungsmethode des Anbieters. Bei Modell drei, wo die Steuer auf den Einsatz aufgeschlagen wird, hast du sogar 105,30 Euro verloren, obwohl du nur 100 Euro wetten wolltest.
Diese einsatzbasierte Besteuerung hat auch Auswirkungen auf verschiedene Wetttypen. Bei Kombiwetten mit niedrigem Einsatz und hoher potenzieller Auszahlung ist die Steuerbelastung prozentual gering. Bei Einzelwetten mit hohem Einsatz und niedriger Quote — typisch für Favoriten — frisst die Steuer einen spürbaren Teil des potenziellen Gewinns. Wer regelmäßig auf Favoriten mit Quoten unter 1,50 setzt, spürt die 5,3 % deutlich stärker als jemand, der Kombiwetten mit hohen Quoten bevorzugt.
Die Steuer- und Abgabeneinnahmen aus Glücksspielen betrugen 2024 rund 7 Milliarden Euro. Die 5,3 % Wettsteuer ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Einnahmen und finanziert die Regulierungsstruktur, einschließlich der GGL und der Spielerschutzmaßnahmen. Es ist also kein willkürlicher Abzug, sondern eine zweckgebundene Steuer — auch wenn sie sich aus Spielersicht wie eine zusätzliche Gebühr anfühlt.
Skrill und die Wettsteuer — warum die Zahlungsmethode egal ist
Jetzt der Punkt, der Skrill-Nutzer beruhigen dürfte: Die Wettsteuer wird vom Wettanbieter an das Finanzamt abgeführt, nicht vom Zahlungsdienstleister. Skrill ist an dieser Transaktion überhaupt nicht beteiligt. Skrill transferiert dein Geld zum Buchmacher und vom Buchmacher zurück zu dir — die Steuerberechnung und -abführung liegt vollständig beim Anbieter.
Das bedeutet: Ob du per Skrill, PayPal, Banküberweisung oder Paysafecard einzahlst — die 5,3 % Wettsteuer bleibt identisch. Kein Buchmacher berechnet eine höhere oder niedrigere Steuer basierend auf der Einzahlungsmethode. Die Zahlungsmethode bestimmt die Geschwindigkeit und die Gebühren deiner Einzahlung, aber nicht die Höhe der Wettsteuer.
Was Skrill allerdings indirekt beeinflusst: die Gesamtkosten deiner Wette. Wenn du per Skrill einzahlst und der Wettanbieter keine Einzahlungsgebühr erhebt, zahlst du nur die 5,3 % Wettsteuer. Wenn du dagegen eine Zahlungsmethode mit Gebühren nutzt — etwa eine Kreditkarte mit 2 % Aufschlag — kommen zu den 5,3 % Wettsteuer noch die 2 % Zahlungsgebühr dazu. Skrill mit kostenloser Einzahlung minimiert also die Zusatzkosten neben der unvermeidlichen Steuer.
Wie Buchmacher mit der Steuer umgehen
Hier wird es für dein Wettverhalten konkret relevant. Im deutschen Markt mit rund 29 lizenzierten Anbietern und monatlichen Umsätzen von über 1,2 Milliarden Euro gibt es drei Modelle, wie Buchmacher die Wettsteuer handhaben.
Modell eins: Der Buchmacher übernimmt die Steuer vollständig. Du platzierst deine Wette, die Quote entspricht genau dem, was du ausgezahlt bekommst. Die 5,3 % gehen zulasten des Buchmachers. Dieses Modell ist kundenfreundlich, aber selten bei niedrigen Quoten, weil es die Marge des Anbieters schmälert.
Modell zwei: Die Steuer wird vom Gewinn abgezogen. Du wettest 100 Euro, die Quote ist 2,00, du gewinnst. Statt 200 Euro bekommst du 200 minus 5,30 = 194,70 Euro. Bei Verlust passiert nichts — du verlierst nur deinen Einsatz. Dieses Modell ist das verbreitetste in Deutschland.
Modell drei: Die Steuer wird auf den Einsatz aufgeschlagen. Du willst 100 Euro wetten, aber der tatsächliche Einsatz beträgt 100 + 5,30 = 105,30 Euro. Du zahlst die Steuer bei jeder Wette, unabhängig vom Ergebnis. Dieses Modell ist das transparenteste, aber auch das teuerste für den Spieler.
Mein Rat: Prüfe, welches Modell dein Buchmacher nutzt, bevor du dich für einen Anbieter entscheidest. Der Unterschied zwischen „Steuer übernommen“ und „Steuer auf Einsatz“ beträgt bei 1.000 Euro Monatsvolumen 53 Euro — das sind 636 Euro im Jahr. Das übersteigt die Skrill-Gebühren bei weitem und sollte deshalb die höhere Priorität bei der Anbieterwahl haben.
Steuerstrategie für Skrill-Nutzer — was du wirklich beeinflussen kannst
Die Wettsteuer kannst du als Spieler nicht umgehen — sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Was du beeinflussen kannst, ist die Kombination aus Steuerlast und Zahlungskosten. Wähle einen Buchmacher, der die Steuer übernimmt oder sie nur vom Gewinn abzieht. Nutze Skrill mit kostenloser Einzahlung, um keine Zahlungsgebühren obendrauf zu zahlen. Und vermeide Währungsumrechnungen, die deine effektiven Kosten weiter erhöhen.
Die Wettsteuer fühlt sich unfair an, weil sie den Einsatz besteuert, nicht den Gewinn. Aber sie ist die Eintrittskarte für einen regulierten Markt mit Spielerschutz, lizenzierten Anbietern und garantierten Auszahlungen. Illegale Anbieter ohne Steuer mögen auf den ersten Blick günstiger wirken — aber ohne Regulierung ist dein Geld im Zweifelsfall weg. Die 5,3 % sind der Preis für Sicherheit.
Beeinflusst die Zahlungsmethode Skrill die Höhe der Wettsteuer?
Nein. Die 5,3 % Wettsteuer wird unabhängig von der Zahlungsmethode berechnet und vom Wettanbieter an das Finanzamt abgeführt. Ob du per Skrill, Banküberweisung oder Kreditkarte einzahlst, hat keinen Einfluss auf die Steuerhöhe.
Welche Wettanbieter übernehmen die 5,3 % Wettsteuer für Skrill-Nutzer?
Die Steuerpolitik variiert je nach Anbieter und ist nicht an die Zahlungsmethode gebunden. Einige Buchmacher übernehmen die Steuer vollständig, andere ziehen sie vom Gewinn ab oder schlagen sie auf den Einsatz auf. Prüfe die Steuerbedingungen direkt beim jeweiligen Anbieter.
Erstellt von der Redaktion von „Skrill Wetten“.
